Achtsamkeit :: Woche 7 – Konsum

Achtsamkeit :: Woche 7 – Konsum

In der heutigen Woche dreht sich alles um das Konsumverhalten. Gerade in der Vorweihnachtszeit wird Konsum groß geschrieben. Man wird überflutet von Angeboten materieller und kulinarischer Art. Über Nachhaltigkeit scheint keiner mehr nachzudenken. In unserer Wegwerfgesellschaft ist alles 5 mal in Plastik eingepackt und schon garnicht für einen längeren Gebrauch designed. So laufe ich über die Weihnachtsmärkte dieser Welt und denke mir: Wann ist eigentlich mal genug? Immer mehr wollen und sollen wir kaufen. Kaum noch Platz in der Wohnung und im Kleiderschrank. Wo soll das noch hinführen?

Während wir die Güter, die wir schon besitzen, gar nicht nutzen, weil wir dazu keine Zeit haben, kaufen wir immer neue, wenn sie nur das Richtige versprechen

Wenn ich das alles so sehe bekomme ich immer mehr das Bedürfnis alles zu verkaufen und minimalistisch durchs Leben zu gehen. Sei mal ehrlich zu dir, wie viel von dem ganzen Kram in deiner Wohnung brauchst du wirklich? Überlege mal welche Gegenstände du täglich benutzt. Bei mir sind es erstaunlicherweise wirklich nicht viel, weswegen ich schon seit längerem Dinge dich ich nicht brauche auf eBay verkaufe oder sogar verschenke.

Warum weniger mehr ist

Konsum lenkt nur vom wesentlichen ab. Hattest du einen schlechten Tag? Anstatt der Ursache der negativen Stimmung ist es doch einfacher etwas zu kaufen. Besitz macht doch glücklich oder etwa nicht? Die Freude über die neue Errungenschaft hält oft nur kurz an solange die Ursache nicht behoben ist. Schnell muss die nächste Sache her. Irgendwann mal man eine Ansammlung von Dingen die man glaubt besitzen zu müssen aber eigentlich garnicht braucht oder nutzt. Die emotionale Bindung zu Gegenständen kann so groß werden dass manche in ein tiefes Loch oder Depressionen fallen wenn ihnen der materielle Besitz weggenommen wird.

“Alles was du besitzt, besitzt irgendwann dich”

Entrümpeln ist eine Methode sich von unnützem zu trennen. Die Entrümplung des Alltags wirkt sich auch positiv auf den Gemütszustand aus: Der Kopf wird klar und die Gedanken frei. Aufräumen und entrümpeln heißt loslassen, nicht nur von Dingen sondern auch von Emotionen die wir mit ihnen verbinden. Man fühlt sich freier und leichter nach einer Entrümplungsaktion und kann unbeschwerter durchs Leben gehen.

 

Minimalismus in der Ernährung

Zurück zu den Wurzeln, denn wer sich pflanzlich und überwiegend roh ernährt braucht keinen Kochtopf, Pfanne, Reiskocher, etc. Denn darum geht es doch bei der Rohkost-Ernährung, die jetzt Raw Food heißt und gerade Deutschland umtreibt. So natürlich wie möglich soll die Ernährung gehalten werden, denn die Ernährung mit rohen Früchten und Pflanzen ist so alt wie die Menschheit selbst. Ok zugegeben nur Rohkost ohne Mixer, Entsafter und co. halten wahrscheinlich die wenigsten auf Dauer aus. Praktikabel ist allerdings das reduzieren der Zutaten. Frische Zutaten und wenig Zusatzstoffe sind doch ein guter Anfang. Ein einfaches Gemüsegericht mit wenigen Zutaten und ist zusätzlich noch förderlich für die Verdauung.

 

Konsum einschränken – Tipps für mehr Minimalismus im Alltag

  • Trenne dich einen Monat lang täglich von 10 Dingen
  • Frage dich wenn du das nächste mal dabei bist etwas zu kaufen ob du das auch wirklich brauchst
  • repariere Dinge
  • verkaufe die du länger als drei Monate nicht benutzt hast bei eBay
  • entscheide dich beim Einkauf für Produkte mit weniger Verpackungsmaterial

So bekommst du nicht nur mehr Raum in deiner Wohnung sondern auch mehr Freiheit allgemein. Für mich ist es immer eine Erleichterung etwas zu verkaufen. Das gesparte oder eingenommene Geld kannst du zum Beispiel in den nächsten Urlaub investieren.

 

Fazit

der Vorteil am Minimalismus? Man wird einfallsreicher und kreativer oder man wird sich bewusst dass oft das Kaufen nutzloser Dinge vom wesentlichen ablenkt. Für mich hat Minimalismus viel mit Freiheit zu tun. Je mehr man besitzt je mehr ist man gebunden. Ein strenger Minimalismus ist nicht für jeden umsetzbar. Dennoch kann sich jeder beim Kauf neuer Dinge die Frage stellen: Brauche ich das wirklich?

 

Quellen

Das einfache Leben

Ich besitze nur noch 300 Dinge

Ballast abwerfen

 

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