Achtsamkeit :: Woche 8 – Kommunikation

Achtsamkeit :: Woche 8 – Kommunikation

Ist dir das auch schon mal vorgekommen, du telefonierst und die Person erzählt dir von einem Problem. Du aber bist mit deinen Gedanken nicht da sondern schon beim Einkauf oder Essen kochen. Gerade jetzt in der Vorweihnachtszeit haben wir viel zu tun, am Besten wäre es man könnte sich verteilen. Da driftet man mit seinen Gedanken schon mal ab, wenn auch unbewusst und ohne böse Absicht. Im folgenden Beitrag dreht sich alles um die verbale Kommunikation.

 

Warum läuft Kommunikation so oft schief?

Missverständnisse entstehen oft wenn wir uns nicht bewusst auf unseren Gegenüber einlassen. Schnell interpretiert man Dinge in ein Gespräch, nur weil man schlecht gelaunt ist oder wir eigentlich etwas anderes hören wollen. Anstatt den Fehler bei anderen zu suchen ist es viel wichtiger sich selbst zu reflektieren und sich bewusst zu machen wie die aktuelle Gefühlslage ist. Manchmal kann es ganz hilfreich sein einfach mal zu Schweigen, ganz nach dem Motto „wenn du nichts nettes über eine Person zu sagen hast, sag besser nichts.“

 

Was hat Kommunikation mit Achtsamkeit zu tun?

Kommunikation ist ein wichtiger Bestandteil von Achtsamkeit. Durch Worte können wir andere bewusst und unbewusst verletzen oder ermutigen, deswegen sollten wir unserer Wortwahl generell mehr Achtsamkeit schenken. Nachfolgend die drei Aspekte der verbalen Kommunikation zusammengefasst.

Zuhören

Achtsam zuhören zu können ist die wichtigste Form der Kommunikation. Sie ist eine Art von Beobachtung ähnlich wie in der Meditation. Zuhören ohne zu urteilen und zu bewerten ist hierbei die Kunst. Ermutigung und Wertschätzung der natürlichen Talente wirkt dabei verstärkend.

Reden

Schon in normalen Situationen fällt es oft schwer achtsam zu reden, wenn es ums in einem schmerzenden Moment gelingt ist das durchaus bemerkenswert. Wenn wir bedacht sprechen erhöhen sich die Chancen gehört zu werden. Achtsamkeit heißt auch Übertreibungen und Verallgemeinerungen zu unterlassen und die eigene Wahrheit zu sprechen. Es kommt oft unbewusst vor, dass wir uns anders darstellen als wir eigentlich sind. Wir tun das um einer bestimmten Norm zu entsprechen. Es kann sehr hilfreich sein unsere Motive zu hinterfragen.

Reagieren

Durch achtlose Reaktionen entsteht unnötiges Leid. Ist man gekränkt oder gestresst kann es durchaus zu unüberlegten Äußerungen kommen die später bereut werden. Wenn es gelingt sich von den eigenen negativen Emotionen zu distanzieren können wir auch in heiklen Gesprächen freundlich bleiben.

 

 

Komponenten für gelungene Kommunikation

Nachfolgend habe ich einige Elemente für eine gelungene Kommunikation aufgelistet. Sie scheinen selbstverständlich, sind es aber in der Regel leider nur selten.

Gegenwärtigkeit

Die Fähigkeit, die Wahrnehmung der jeweiligen Situation von Interpretationen zu unterscheiden, sich der eigenen Gedanken als Gedanken bewusst sein, die Rückmeldungen des Körpers spüren und welche Gefühle damit verbunden sind – dieser wertvolle Pool an Informationen steht nur im gegenwärtigen Moment zur Verfügung. Grundlage dafür ist die Akzeptanz dessen, was ist.

Selbstverantwortung

Es gibt viele Dinge im Leben, auf die wir wenig Einfluss zu haben scheinen. Doch unsere Einstellung zu den Dingen – die Art, wie wir auf das reagieren, was uns widerfährt – liegt in unserer Macht. Selbstverantwortung bedeutet, diese Macht bewusst zu gebrauchen. Sie ist der Schlüssel zu innerer Freiheit und Entwicklung.

Selbstliebe

Echte Selbstliebe braucht den unmittelbaren, wohlwollenden Kontakt mit den eigenen Gefühlen und Empfindungen.

Empathisches Zuhören

“Wenn mir jemand wirklich zuhört, ohne mich zu verurteilen, ohne Verantwortung für mich zu übernehmen, und ohne mich verändern zu wollen, dann fühlt sich das verdammt gut an.”

Carl Rogers, einer der Gründerväter der Humanistischen Psychologie

Klarer Selbstausdruck

Die Fähigkeit, die eigenen Wünsche so zu kommunizieren, das sie in ihrer ganzen Dringlichkeit deutlich werden – ohne den Anderen in seiner Freiheit und Deutungshoheit einzuschränken.

 

Fazit

Meiner Meinung nach hat Kommunikation viel mit Empathie zu tun. Können wir uns nicht in andere hineinversetzen wird die Kommunikation schwierig. Mit Worten kann man schnell jemanden verletzen ohne das es einem überhaupt bewusst ist. Aus diesem Grund ist es wichtig mit der Aufmerksamkeit bei dem Gespräch zu sein, zu erkennen wenn man schlecht gelaunt ist und wenn nötig auch einfach mal nichts zu sagen.

 

Hier geht es zu den 7 anderen Beitragen der 8 Wochen Achtsamkeitschallenge

1. Woche – Essen

2. Woche – Erdung

3. Woche – Atmen

4. Woche – Morgenroutine für mehr Achtsamkeit

5. Woche Selbstliebe

6. Woche – Selbstreflexion

7. Woche – Konsum

 

Quellen

Die fünf Schlüssel zur achtsamen Kommunikation

Achtsame Kommunikation

Achtsame Kommunikation – selbstsicher, klar und mitfühlend

 

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