GEDANKEN über das Guru-Prinzip in der heutigen Zeit

GEDANKEN über das Guru-Prinzip in der heutigen Zeit

In letzter Zeit werde ich immer häufiger mit dem Wort oder Thema Guru konfrontiert. Das letzte mal gestern auf dem Agape Zoe Festival in Berlin, das ich dir wirklich sehr empfehlen kann wenn du innovative Lehrer im Bereich Yoga und Healing kennenlernen möchtest. In vielen Kontexten wird Guru als etwas dargestellt das man besser außer Acht lassen sollte. So heißt es mittlerweile auf diversen T-Shirt-Aufdrucken: „If you meet the buddha on the road kill him“ (Wenn du den Buddha auf der Straße begegnest töte ihn). Man will doch frei und wild sein, wieso also irgendwelchen Gurus hinterherlaufen? In den alten Schriften heißt es hingegen, dass wir die Erleuchtung nur durch einen Guru erfahren können. Zwei Kontroversen die eigentlich garnicht so kontrovers sind wie es zuerst scheint. Aber was bedeutet das eigentlich genau und was können wir für uns heute daraus ziehen?

 

Was ist ein Guru?

Das Sanskrit Wort Guru wird oft mit „Lehrer“ übersetzt. Schaut man sich die Silben genau an bedeutet „gu“ Dunkelheit und „ru“ Vertreiber. Also quasi der Vertreiber von geistiger Dunkelheit. In anderen Worten: Alles, was dir hilft, in Kontakt mit deiner Essenz zu kommen, die Stimme deiner Seele zu hören oder Gedankenchaos zu entwirren, kann „Guru“ sein.

 

Brauchst du wirklich einen Guru?

ja. Wir haben von Natur aus Potenzial. Dennoch ist es wichtig jemanden zu haben der Inspirationen gibt und uns dazu bringt zu reflektieren. Im Yoga ist ein Lehrer sinnvoll um uns auf den richtigen Weg zu bringen, den Körper zu spüren und die Energie. Das Guru-Prinzip wird oft missverstanden um Macht auszuüben und geht somit am eigentlichen Sinn vorbei.

 

So findest du deinen Guru

Ein Guru ist da um dich zu unterstützen, dein größtes Potenzial zu entfachen. Vertrauen ist wichtig. Man könnte es mit Blöcken in deiner Yogapraxis vergleichen. Du kannst dich in der Vorbeuge nicht erden? Dann benutze einen Block. Dieser gibt die benötigte Unterstützung und du kannst dich vollkommen in der Asana entfalten. Nein es ist kein Zeichen von Schwäche! Entscheide dich für einen Lehrer und erkenne ihn vollkommen an. Nur dann kannst du auch unterstützt werden und dein Licht entfalten.

Ob dein Vorbilds-Spiegel nun deine beste Freundin, dein Psychotherapeut oder eine spirituelle Lehrerin im weißen Gewand ist, ist dabei nicht so wichtig. Hauptsache er oder sie bringt Licht ins Dunkel.

 

Geh deinen eigenen Weg

Irgendwann kommt der Zeitpunkt an dem du dich lösen und deinen eigenen Weg gehen solltest. Auch wenn du wahrscheinlich gelegentlich Rückschläge erleiden wirst, ist es notwendig diesen Schritt zu wagen und eigene Erfahrungen zu sammeln. Das Licht können wir am Ende nur in uns selbst finden. Das ist es übrigens auch, was die yogischen Schriften sagen.

 

Am Ende kommen also beide Richtungen zusammen. Es ist dein individueller Entwicklungsprozess. Der Schlüssel liegt meiner Meinung nach darin, in höchstem Maße ehrlich zu sein. Zu seinen Lehrern und vor allem zu sich selbst. Denn ein Guru ist nur dann ein guter Guru, wenn er dich näher zu deiner eigenen innersten Wahrheit bringt, nicht wenn er dich davon entfernt.

Welche Erfahrungen hast du mit dem Thema? Schreib mir gern in den Kommentaren.

 

#highvibes

Tina

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