ERNÄHRUNG Eat like a Yogi

Yogis lieben es sich über Ernährung zu unterhalten, das ist auch irgendwie kein Wunder, denn die zwei Elemente gehören schon seit Jahrhunderten untrennbar zusammen. Jeder der eine etwas intensivere Yogapraxis hat wird sich früher oder später damit auseinandersetzen was er so täglich in seinen Körper reinpackt. Kurz vor einer Yogastunde einen fettigen Burrito zu verdrücken fühlt sich einfach nicht gut an. Mit unserer Ernährung können wir maßgeblich auf unseren Energielevel und auf unser allgemeines Wohlbefinden Einfluss nehmen.

In den Grundlagenwerken der Yogaphilosophie finden sich immer wieder Hinweise darauf wie sich ein Yogi ernähren sollte. Es gibt ja eigentlich keine Regeln und ich unterstütze die Auffassung dass man auf das eigene Körpergefühl vertrauen sollte. Die folgenden Hinweise machen meiner Meinung jedoch auch heute noch Sinn und können deine Yogapraxis unterstützen und auf den nächsten Level heben.

 

1) Nichts essen was Augen hat

Laut der Schriften darf ein Yogi keine Tiere essen. Warum? Im Yoga Sutra, einer Art Lebens-Anleitung für den spirituell Suchenden, spricht der Verfasser Patanjali einen 8-gliedrigen Pfad, der zur Erleuchtung führen soll. Die allererste Regel auf diesem Pfad ist ahimsa, zu deutsch „Gewaltlosigkeit“, und bezieht sich auf den Umgang mit Anderen. Tiere essen fällt damit wohl raus.

Traditionell wird dem Yogi eine Ernährung empfohlen, die Milch, Honig und vor allem Ghee, geklärte Butter, mit einschließt. Das hat seinen Ursprung im Ayurveda und vor allem in einer Zeit, in der es keine Massentierhaltung gab. Die Milch sollte von einem unangebundenen Tier stammen. Übertragen wir das Prinzip ahimsa auf die heutige Zeit, wird es mit Produkten tierischen Ursprungs im Allgemeinen schwierig.

 

2) Finde ein gesundes Mittelmaß

Ein Viertel des Magens sollte immer leer bleiben, ein Viertel ist für Flüssigkeit und nur die Hälfte des Magens für Speisen gedacht. Ein Yogi soll maßvoll essen und seine Nahrung zu ehren von Shiva verspeisen, so die Schriften.

Macht Sinn, denn ein knallvoller Magen fühlt sich auch heute noch ungut an. Der Trick: Segne dein Essen, nimm dir Zeit und iss bewusst. So wird das Überessen mit Sicherheit seltener.

 

3) Wirf die Mikro weg

Damals war das Aufwärmen von Essen mit Sicherheit mit mehr Risiko verbunden als heute, da an Kühlschrenke noch nicht zu denken war. Klar ist, frisches Essen ist immer besser und ob die Energie noch so gut ist nachdem du es zwei Tage aufgehoben und dann wieder erhitzt hast, ist so eine Frage.

Im Endeffekt solltest du abwägen. Es sich sicherlich besser ein selbst zubereitetes Essen vom Vorabend aufzuwärmen als sich etwas beim Imbiss um die Ecke zu holen, solange du es nicht in der Mikrowelle aufwärmst.

 

4) Achte auf hochwertige Zutaten

Was kann man denn jetzt eigentlich essen? Auch das ist in den Schriften zu finden. Nahrhaft darf es sein, gute Fette und süß ist ebenfalls erlaubt. Dabei sollte es immer auf die individuelle Yogapraxis angepasst sein. Im allgemeinen, wird pflanzenbasierte Nahrung aus hochwertigen und unverarbeiteten Lebensmitteln als zuträglich für den Yogi angesehen.

Mein Lieblings-Essen, das super für Yogis funktioniert ist eine ayurvedische Veggie Bowl. Einfach himmlisch mit viel frischem Gemüse und super simpel nachzukochen. Ich liebe es Gemüse im Backofen zuzubereiten, dazu einfach das Lieblingsgemüse kleinschnibbeln, mit etwas Öl bepinseln, Gewürzen bestreuen und je nach Dicke und Art ca. 20 Minuten in den Ofen zu schieben. Gerne kombiniere ich mein Gemüse mit Quinoa, Kichererbsen oder Linsen. Dazu passt besonders gut eine Creme aus Avocado.

 

Bald werde ich mit Youtube starten. Dort werde ich monatlich einen neuen Fokus setzen und dir zeigen wie du deine körperliche und geistige Yogapraxis mit leckeren und einfachen Rezepten unterstützen kannst.

Falls dich das Thema genauso interessiert wie mich, kann ich dir folgende zwei Bücher sehr empfehlen

Zum Schluss noch ein Hinweis: Lerne auf deinen Körper zu hören. Der sagt dir meistens ziemlich eindeutig, welches Essen gut für dich ist. Vor allem mach dich nicht verrückt mit Regeln, denn das meiste kommt mit der Zeit ohnehin von ganz alleine.

 

#highvibes

Tina

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