Achtsamkeit :: Woche 3 – Atmen

Achtsamkeit :: Woche 3 – Atmen

Die Atmung ist selbstverständliche für uns. Täglich nehmen wir ca. 20000 Atemzüge ohne uns deren wirklich bewusst zu sein. Die Wissenschaft bestätigt, dass unser System dabei einem Urzeitlichen Rhythmus folgt. Rhythmische Abläufe sind der Ursprung allen Lebens, angefangen bei der Zellatmung über dem Zyklus der Photosynthese bis hin zum Tagesrhythmus unseres Körpers. Diese Zyklen sind wiederum in größere Kreisläufe einbebettet wie beispielsweise Ebbe und Flut, Tag und Nachtzyklus und den Wechsel der Jahreszeiten.

Ununterbrochen findet ein Austausch von Energie und Materie unserem System mit der näheren Umwelt statt. Man hat herausgefunden, dass sich alle Zellen unseres Organismus innerhalb von 7 Jahren komplett erneuern. Das bringt mich zu der Frage: was macht mich denn eigentlich aus? Wenn alle 7 Jahre nichts von meinem ursprünglichen Organismus mehr übrig ist….

Mit jedem Atemzug bringst du neuen Sauerstoff, neue Energie in deine Zellen und entledigst dich Kohlendioxid, Abfallstoffen. Setzt dieser Vorgang nur für wenige Minuten aus kann das schon zu massiven Schädigungen im Gehirn führen.

In der Regel sehen wir den Atem als etwas selbstverständliches an. Etwas um das wir uns keine Gedanken machen müssen .Wir nehmen den Atem erst war wenn etwas unsere Atmung stört oder in der Meditation. Durch die bewusste Wahrnehmung der Atmung verstärkt sich die Verbindung zum eigenen Körper. Dazu ist in der Regel nicht viel nötig, du kannst dir einfach einige Minuten für dich selbst nehmen und den Atem beobachten. Fühle wie der Sauerstoff in deine Lunge strömt und dich mit Energie versorgt. Wie fühlst du dich danach? Kannst du einen Unterschied wahrnehmen im Vergleich zu vorher? Bist du etwas ruhiger geworden? Ausgeglichener? Vielleicht ist auch kein Unterschied bemerkbar… ganz egal. Was zählt ist dass du dir bewusst Zeit genommen hast für dich selbst.

Folgend noch eine kleine einfache Atemübung für diese Woche:

  • Leg dich auf den Rücken oder setze dich bequem hin (Rücken gerade, Schultern hängen locker herunter)
  • Du kannst die Augen schließen wenn du das Verlangen danach spürst.
  • Lenke nun deine Aufmerksamkeit auf die Bauchdecke. Spüre wie sie sich hebt und senkt.
  • Achte auf die verschiedenen Empfindungen beim Atemvorgang. „Werde eins“ mit dem Einatmen und Ausatmen in seiner vollen Länge. Lasse dich von den Wellen der Atmung tragen.
  • Falls deine Gedanken abschweifen, stelle fest was der Auslöser dafür war. Kehre dann mit deiner Aufmerksamkeit auf deine Bauchdecke zurück und achte weiterhin auf die Empfindungen während der Atmung.
  • Es ist völlig egal wie oft dein Geist von der Atmung abschweift. Stelle einfach nur fest was deinen Geist beschäftigt und kehre zurück zur Atmung. Sei ein stiller Beobachter und ärgere dich nicht. Es ist völlig normal abzuschweifen. Wichtig ist nur die Erkenntnis des Abschweifens und das Zurückkommen zur Atmung.
  • Übe diese Woche täglich 15 Minuten, ob dir danach zumute ist oder nicht. Baue die Übung in deine Morgenroutine ein oder übe abends vor dem Schlafengehen. Wie fühlt es sich an eine bestimmt Zeit des Tages nur der Atmung zu widmen ohne etwas bestimmtes tun zu müssen?

 

Vielleicht hilft dir diese Übung die Verbindung zu dir selbst zu stärken oder bringt dich dazu Meditation in dein Leben mit einzubauen. Ich selbst werde die Übung morgens durchführen. Über die letzten Monate habe ich meine Meditationspraxis immer weiter vertieft. Mittlerweile meditiere ich sehr regelmäßig, aber zugegebenermaßen noch nicht täglich. Das soll sich jetzt aber ändern.

Hier geht es zur ersten und zweiten Woche der Achtsamkeit-Challenge.

 

 

Quellen

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